Lachola: Lachen mit Herz und Verstand

Udalrike Hamelmanns neue Puppentheaterfigur zu dem Buch von Hedwig Koch-Münch „Lachola und das Lachen der Sonne“ tritt zum ersten Mal beim Lachjogakongress in Bad Meinberg ins Rampenlicht. Die Sonnenfigur verändert sich während des Spiels vom Traurigsein zum strahlenden Lachen.

„Das Lachen besitzt eine große Kraft,
ist es mit Herz und Verstand gelacht.“ (Hedwig Koch-Münch)

Hedwig Koch-Münch
Lachyoga-Lehrerin
02307 41 227
0163 43 60 584
lachenmitherz@gmx.de
www.lachenmitherz.eu

 

Frau Holle ist eine Göttin der Stille

Cornelia Savory-Deermann

Frau Holle, die Helle, ist Sonne, die im Winter das Land und die Menschen zudeckt mit Schneeflocken wie mit Bettfedern. Sie schenkt Allem Stille, Schlaf und Träume. Frau Holle ist gleicherweise die Erde selbst, in deren dunkler und warmer Geborgenheit Wachstum geschieht. Sie ist die Göttin des Apfelbaumes mit seinen süßen Liebesgaben, und sie ist das Feuer des Backofens, das Brotlaibe wie Kinder schenkt. Man erreicht sie in der Brunnentiefe der eigenen Seele.

Der Beginn des Puppenspiels „Frau Holle lebt“ führt den Zuschauer in die Frühzeit der Menschheit. Der Schöpfungsmythos der Menschen wird in einem Holunderbusch-Jahreszeitenrad dargestellt, das ins innere Schöpfungslicht seiner selbst zentriert ist. Frau Holle erscheint als die Schöpfungsmutter, als die Große Göttin, denn SIE dreht das Rad. Sie bringt Sommer und Winter, Geburt und Tod, das Eine kann ohne das Andere nicht sein. Das eine geht in das Andere über.

 

Die so eindrucksvolle, lebensgroße Puppe der Holle lässt uns in ihrer leuchtenden, sinnenverzaubernden Pracht erahnen, wie Goethe in seinem letzten Vers des“ Faust II“ gefühlt haben mag:

„Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis.
Das Unzulängliche,
Hier wird´s Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist´s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.“

Faust ist gerettet; „Das Ewig-Weibliche“ ist huld- und gnadenvoll.

Frau Holle zeigt sich uns in jedem ihrer Auftritte als in sich ruhende Ewigkeit, als Urbild schöpferischen Geschehens: „Geh durch das Tor“, jeder ist frei dem Ruf der Schöpfung wie der Geschöpfe zu folgen und das Gold der Sonne zu ernten - oder sich zu verweigern. Beides ist Teil des Holle-Rades, denn wo Licht ist, ist auch Schatten; wo Gold ist, ist auch Pech. Die eine Marie gibt es nicht ohne die andere Marie. Die Eine ist der Anderen Alter Ego. Diese Grundwahrheit unserer Existenz ist in den Puppengestalten so überzeugend wie Freude machend zum Ausdruck gebracht: Beide Marie können schön sein wie die Holle selbst. Beide lieben und suchen sie durch die Zeitalter hindurch, jede frei ihren Seelenimpulsen folgend. Die Dialektik zwischen Freiheit und Gesetz wird von ihnen gelebt, das Rad des Lebens dreht sich unbeirrt, aber die Farben der Bühnenbilder des Lebens und den Ausdruck des Gesichtes malt sich der Mensch selber im Wechselgesang der Zeiten düster oder strahlend.

In unserer Kultur trug Frau Holle Jahrhunderte lang das Antlitz der christlichen Maria. Die Holle-Puppe trägt in diesen Szenen einen Heiligenschein. Ihre langen Zähne aber, ihr Biss, ihre Kraft, wird im Patriarchat unterdrückt und als Hexe verfolgt. Alle, die „Das Ewig Weibliche“ - Frau Holle ist nur einer ihrer Namen - in ihrem Herzen ehren, wurden mit Vorliebe „geteert“. Holle-Maria wird von der kulturell ungezähmten Pechmarie um Hilfe angefleht; ein wundervolles „Ave Maria“ erklingt. Frau Holle wird in Hure und Heilige zerteilt – aber sie lebt! Sie lebt solange wie unsere Welt lebt. Die Frage ist nur, wie nehmen wir sie wahr?

     

Frau Holle wirkt in der Stille. In der Frühzeit hörten die Menschen sie oft und wussten um ihr Lebensrad, denn die Welt damals kannte keinen Lautsprecherlärm. Im christlichen Mittelalter war sie als Maria eine stille Trösterin und als Teufelsgroßmutter Hel tief in die dunkle Erde verbannt. Aber wir wissen, dort geschieht Wachstum, Frau Holle ließ uns alle nach und nach dem Patriarchat entwachsen, wie es die beiden Marie beispielhaft in verschiedenen Szenen zeigen.

Im Schlussakt des Puppenspiels wird Frau Holle in Rapper-Art besungen. Aber die Liederworte sind durch die laute Hetze dieses typischen Rhythmus unserer Zeit kaum zu verstehen. Versenkt man sich weiterhin in die Bilder auf der Bühne in die Gesichter, Masken, Bewegungen und Gewänder der Puppen, dringt ihre stille Botschaft der Freude und des Schöpfungsreichtums durch den Rapper-Sprechgesang, der dann unbedeutend erscheint und eigentlich auch nicht verstanden werden muss, zum Zuschauer durch.

Frau Holle lebt, sie lebt und wirkt in diesem Puppenspiel vor allem Anderen durch die stille Zauberkraft der sich immer wieder verwandelnden Puppengestalten und der Bühnenbilder der Künstlerin Udalrike Hamelmann, die unsere Welt mit der ihren verschmilzt und sie uns durch alle ihre Farben und Zwischentöne märchenhaft sinnlich erfahrbar macht.

 

MINIHOLLE: "Frau Holle für Kinder"

Cornelia Savory-Deermann, Glänzendes Gold und glänzendes Schwarz

Sonnengleiches Haar, blaue Augen wie Himmelslichter, ein strahlendblaues Prachtgewand: so bezaubert uns die Goldmarie durch Schönheit und Grazie. Sie ist fleißig, sanft und häuslich, sie ist eine Freude entzündende, heiter und geborgen stimmende Verkörperung des kulturbestimmten, traditionellen "goldwerten" Frauenbildes.

Die Überraschung dieses Stückes ist die "Pechmarie". Sie ist das ästhetische Gegenstück zur Goldmarie: Haare und Augen dunkelleuchtend wie die Verlockungen der Nacht. In ihrer strahlend-roten Gewandung (ver)führt sie zu allem, was lebendig, spontan und natürlich ist. In ihrer ungebremsten Freude an der Natur um sich und in sich erlebt der Besucher sie als inspirierend und liebenswert.

Die "Pechmarie" wird von Frau Holle gleichermaßen belohnt wie die Goldmarie: mit einer Glanzrobe, die ihr spezifisches Wesen als wertvoll und liebenswert ausdrückt. Statt mit taggleichem Goldglanz beschenkt Frau Holle sie mit nachtgleichem leuchtendem Schwarz, Geheimnis und Versprechen zugleich.

Diese "Pechmarie" ist aus der traditionell-kulturellen Verdammung von Schuld und Sühne befreit. In ihr wird die Polarität von "hell und dunkel", "gut und böse" aufgehoben. Kultur und Kreatürlichkeit werden durch Frau Holle als gleichwertig geehrt - und nicht länger als gegenläufig hingenommen. Dies ist pädagogisch wertvoll, da es toleranzfördernde Akzente setzt. Neben der erzählten Geschichte erzielen die Puppengestalten genau die gleiche Wirkung: ihre individuell betonte Schönheit erreicht die Sinne und Gefühle der großen und kleinen Zuschauer auf direktem Weg. "Blau" ist nicht weniger und nicht mehr wert als "Rot" - und umgekehrt.

Emotional wichtig für diese neue Geschichte der Frau Holle, erweckt das Bühnenbild der "Welt der Holle" Assoziationen zu Sonnenaufgängen oder Sonnenuntergängen, zu Zeiten der Wechsels, der Wandlung und der Transformation. Spielarten von Rot und Violett, in denen Gold blinkt. Auch das Treppentor am Rand des Bühnenbildes, das Tor zwischen der Seelenwelt der Frau Holle und der Welt der Alltagsrealität, weist auf Übergänge und Reifung hin. Sie gelingt in der Anerkennung und Wertschätzung aller unserer Wesensanteile.

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter www.nelothies.de

Text: Brüder Grimm und Nelo Thies
Bühnenbild, Figuren und Regieberatung: Udalrike Hamelmann

 

"Frau Holle für Erwachsene"

Wie kommen - irgendwie veränderte - Marienlieder ins Frau Holle Märchen? Was zieht einen attraktiven jungen Mann zu Frau Holle? Darf eine „Pechmarie“ schön sein?

Von „Rauhnächten“ bis „Maria breit' den Mantel aus“ , von langem Grübeln bis befreitem Lachen, von den Brüdern Grimm zu eigenen Ideen: Herausgekommen ist eine ganz neue Frau Holle Geschichte.

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter www.nelothies.de

Text: Brüder Grimm und Nelo Thies
Bühnenbild, Figuren und Regieberatung: Udalrike Hamelmann
Musikeinspielung: Eckhard Wiemann
Marienlieder: Bach, Schubert, Kirchenlieder

 

Hijo de la Luna (Der Sohn der Mondin)

Figurentheater von Nelo Thies zu den Puppenspielwochen in Paderborn (7.-22.März 09)
Puppenspiel: Nelo Thies - Figur: Udalrike Hamelmann

"Ich sag's Lissi!"

Figurentheater von Nelo Thies für Kinder von 3-8, mit und ohne Behinderung - für das Netzwerk gegen sexuellen Missbrauch.
Text und Puppenspiel: Nelo Thies - Musik: Eckhard Wiemann - Figuren: Udalrike Hamelmann
Ansprechpartner: Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V.

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"Weil's Dich gibt!"

Figurentheater von Nelo Thies für Erwachsene mit geistiger Behinderung - für das Netzwerk gegen sexuellen Missbrauch.
Text und Puppenspiel: Nelo Thies - Musik: Eckhard Wiemann - Figuren: Udalrike Hamelmann
Ansprechpartner: Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V.

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Der Froschkönig

oder: "Unkonventionelle Methoden der Partnerfindung"
Eine grün-goldene Geschichte mit tiefsinnigem Witz und viel Musik
Puppenspieler: Nelo Thies und Robert Husemann
Texte: Nelo Thies - Musik: Eckhard Wiemann
Puppen und Bühnenbild: Udalrike Hamelmann

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Nelo Thies, Theater.Texte.Takte:
www.nelothies.de